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MP3 Hörproben aus der CD
Eine audiophile Produktion in Direkt-2-Track-Stereo







Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Messe in h-Moll BWV 232
in historischer Aufführungspraxis

Joanne Lunn - Sopran
Ursula Eittinger - Mezzosopran
Marcus Ullmann - Tenor
Gotthold Schwarz - Bass
Hannoversche Hofkapelle
(auf historischen Instrumenten)

Maulbronner Kammerchor

Künstlerische Leitung ~ Jürgen Budday

Tonmeister: Andreas Otto Grimminger.
Bilddokumentation & Art: Josef-Stefan Kindler.

Ein Konzertmitschnitt von Andreas Otto Grimminger
und Josef-Stefan Kindler aus der Kirche des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn
in Zusammenarbeit mit Jürgen Budday,
27. und 28. September 2008.

Doppel-CD Audio, DDD, Spielzeit: ca. 112 Minuten,
KuK 43, ISBN 978-3-930643-43-1, EAN 42 6000591 062 9
Copyright by K&K Verlagsanstalt anno 2009









Die vorliegende Konzertaufnahme ist Teil eines Zyklus von Oratorien und Messen, die Jürgen Budday im Rahmen der Klosterkonzerte Maulbronn über mehrere Jahre hinweg aufführt. Die Reihe verbindet Musik in historischer Aufführungspraxis mit dem akustisch und atmosphärisch optimal geeigneten Raum der einzigartigen Klosterkirche des Weltkulturerbes. Dieser Idealort verlangt geradezu nach der Durchsichtigkeit des Musizierens und der interpretatorischen Freilegung der rhetorischen Gestik der Komposition, wie sie durch die historische Aufführungspraxis in besonderer Weise gewährleistet ist. So wird ausschließlich mit rekonstruierten historischen Instrumenten musiziert, die in den zu Lebzeiten der Komponisten üblichen Tonhöhen gestimmt sind (in dieser Aufführung a' = 415 Hz).














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Authentic Classical Concerts zu veröffentlichen, heisst für uns, herausragende Aufführungen und Konzerte für die Nachwelt festzuhalten und zu vermitteln. Denn Künstler, Publikum, Werk und Raum treten in einen intimen Dialog, der in Form und Ausdruck - in seiner Atmosphäre - einmalig und unwiederbringlich ist. Diese Symbiose, die Spannung der Aufführung dem Hörer in all ihren Facetten möglichst intensiv erlebbar zu machen, indem wir die Konzerte direkt in Stereo-Digital aufzeichnen, sehen wir als Ziel, als Philosophie unseres Hauses. Das Ergebnis sind einzigartige Interpretationen von musikalischen und literarischen Werken, schlichtweg - audiophile Momentaufnahmen von bleibendem Wert. Blühende Kultur, dem Publikum vor Ort und nicht zuletzt auch Ihnen zur Freude, sind somit jene Werte, welche wir in unseren Editionen und Reihen dokumentieren.

Die Konzerte im UNESCO Weltkulturerbe Kloster Maulbronn, bieten in vielfacher Hinsicht die idealen Voraussetzungen für unser Bestreben. Es ist wohl vor allem die Atmosphäre in den von romantischem Kerzenlicht erhellten Gewölben, der Zauber des Klosters in seiner unverfälschten sakralen Ausstrahlung und Ruhe, die in ihrer Wirkung auf Künstler und Publikum diese Konzerte prägen. Renommierte Solisten und Ensembles der grossen internationalen Bühnen sind gerne und vor allem immer wieder hier zu Gast - geniessen es in der akustisch und architektonisch vollendeten Schönheit des Weltkulturerbes in exquisiten Aufführungen weltliche und sakrale Werke darzubieten, die wir in unserer Edition Kloster Maulbronn dokumentieren.

Andreas Otto Grimminger & Josef-Stefan Kindler
K&K Verlagsanstalt











Die h-Moll-Messe Johann Sebastian Bachs ist eine Ordinariumsmesse, welche die fünf gottesdienstlichen Hauptstücke des Chores bzw. der Gemeinde mit stets gleich bleibendem Wortlaut enthält. Es sind dies KYRIE, GLORIA, CREDO, SANCTUS mit OSANNA und BENEDICTUS sowie AGNUS DEI. Da in der evangelischen Kirchenmusik die Kurzmessen, bestehend aus Kyrie und Gloria, eine weitaus größere Bedeutung als die vollständigen haben, bürgerte sich hier statt des Begriffes "Missa brevis" lediglich die Bezeichnung "Missa" ein. Diese verwendet auch Bach für das Kyrie und Gloria der h-Moll-Messe. Deren Widmung vom 27. Juli 1733 an den Kurfürsten August den 11. von Sachsen verband Bach mit dem Gesuch um den Titel eines Hofkompositeurs, den er dann nach einem weiteren Schreiben an diesen 1736 erhielt.

Die Chronologieforschungen von Alfred Dürr, Georg von Dadelsen und in jüngster Zeit von Joshua Rifkin datieren Komposition und Aufführung des Sanctus bereits in das Jahr 1724. Die übrigen Teile, "Credo" bis "Dona nobis pacem", entstanden erst in Bachs letzten Lebensjahren, etwa 1747-49. Bach vereinte damals die Missa von 1733, von der eine Aufführung durch ihn selbst nur vermutet wird, mit dem Symbolum Nicenum"(Credo)", trug das Sanctus, das er an Weihnachten 1724 aufgeführt hatte, in die Partitur ein und fügte als vierten Teil "Osanna", "Benedictus", "Agnus Die" und "Dons nobis pacem" hinzu, wobei die fehlenden Messeteile neu komponiert werden mussten. Zu diesem Zweck griff er auf frühere geistliche und weltliche Kantaten zurück und formte sie in Messesätze um. So sind die neu geschaffenen Sätze, nämlich "Credo in unum Deum", "Et in unum Dominum", "Et incarnatus est", "Et in spiritum sanctum" und "Confiteor" mit aller Wahrscheinlichkeit Bachs letzte Kompositionen geistlicher Texte.

Im Gegensatz zu den anderen Oratorien, den Kantaten und Passionen, die für von Bach selbst geleiteten Aufführungen komponiert wurden, entstand die h-Moll-Messe ohne den konkreten Anlass einer Aufführung. Bach fasst in diesem Werk mit souveräner Meisterschaft die Stilrichtungen vor ihm gewesener und der ihn umgebenden geistlichen und weltlichen Musik zusammen und nimmt Stellung zu den Grundfragen christlichen Glaubens. Von der objektivierenden Deutung des Credo über das grüblerische "Et exspecto ressurectionem mortuorum bis zum enthusiastischen Jubel des "Cum sancto spiritu" reicht die Weite und Tiefe seines Begreifens.

Lange nach Bachs Tod, im Jahre 1786 fand die Erstaufführung des "Symbolum Nicenum" (Credo), das Bach selbst wohl nie gehört hat, unter der Leitung seines Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach in Hamburg statt. 1835 erfolgte dann die erste Gesamtaufführung der h­Moll-Messe durch die Berliner Singakademie unter der Leitung von Carl Friedrich Rungenhagen.

Die Komposition des KYRIE 1 beginnt Bach mit einer akkordischen Adagio-Einleitung, einem Aufschrei von höchster innerer Spannung. Damit setzt er eine Überschrift nicht nur über das Kyrie, sondern über die ganze Messe. Erst die folgende Kyrie-Fuge legt er, wie die anderen Einleitungssätze seiner Oratorien und Kantaten, auf eine allmähliche Entwicklung an. Die "sprechende Spielweise" der Barockzeit, welche die Musik als eine "Rede in Tönen" verstand, ermöglichte es, vokale Partien instrumental einzuleiten. So wird auch das Thema des Kyrie zuerst instrumental exponiert, bevor es von den Singstimmen aufgenommen wird. In dem Fugenthema des "Kyrie eleison" wird zum ersten mal in dieser Messe chromatisches Material mit dem ihm eigenen Ausdruckswert eingesetzt. Wie in der musikalischen Rethorik des Barocks gehört auch hier zur Figur der "Exclamatio" (Ausruf), das stufenweise Ansteigen, die "Gradatio". Bei den immer wieder vorkommenden, durch Achtelpausen unterbrochenen Zwischenspielfiguren handelt es sich um die "Suspiratio" (Seufzerfigur), eines der Grundsymbole Bachscher Tonsprache, das den Charakter des Kyrie 1 wesentlich mitbestimmt. Das "Christe eleison", ein Duett für zwei Soprane (im heutigen Konzert mit Sopran und Alt besetzt) mit zweistimmigem Instrumentalsatz (Violinen und Basso continuo) verweist auf Christus, die zweit Person der Trinität. Der häufige Wechsel von Terz- und Sextparallelen zu imitierender Selbständigkeit symbolisiert Einheit und zugleich Verschiedenheit der göttlichen Person. Um eine Hinweis auf das gemeinsame überkonfessionelle Erbe zu geben, schreibt Bach im "Kyrie 11" einen motettischen Satz im alten Kirchenstil (Palestrinastil oder stile antico), wobei die Instrumente colla parte mit dem Chor geführt sind. Wesentliches Kennzeichen sind die nach oben und unten ausweichenden Halbtonschritte und die Kreuzesfigur im Kopf des Fugenthemas. Diese und zahlreiche chromatische Durchgänge unterstreichen den Charakter des Textes als Bittruf.

Der Text des Gloria-Teiles, der sich aus der Weihnachtsgeschichte (Lukas 2, Vers 14) und dem "Laudamus", einem altkirchlichen Hymnus zusammensetzt, teilt Bach in acht Sätze auf. Als Kontrast zum "Kyrie II" setzt er im Gloria in excelsis Deo" die volle Orchesterbesetzung mit Trompeten und Pauken ein, tauscht die dunkel klingenden Oboi d'amore gegen die normalen Oboen aus und nutzt dabei die konzertante Technik mit deutlich virtuoser Komponente. Dieser Satz stellt eine Art "Himmelskonzert" (W. Blankenburg) dar. Die Dur-Dreiklänge und der Dreiachteltakt (tempus perfectum) verweisen dabei auf die Trinität; ein Symbol, das man in der h-Moll-Messe häufig findet. Nach den letzten Takten des Gloria, in denen der Sopran in extrem hohe Lagen geführt wird, folgt mit dem "et in terra pax" (Friede auf Erden) der größtmögliche Gegensatz: tiefe Lage von D-Dur in die Unterdominante G-Dur, Pausieren der Trompeten und Pauken und Taktwechsel in den ruhigeren Viervierteltakt (tempus imperfectum). Der Chor, hier nur vom Generalbass begleitet, leitet diesen mit den Worten "et in terra pax" (und Friede auf Erden) ein. (Deren Tonfolge hatte übrigens Radio Bremen als Pausenzeichen gewählt!) Mit dem vollständigen Wortlaut dieses Textes setzt nun eine Fuge ein, die zur Grundtonart D-Dur zurückführt und in der sich mit dem letzten Einsatz des Fugenthemas durch die erste Trompete "göttliche und menschliche Welt vereinigen" (W. Blankenburg).

Das "Laudamus te" vertont Bach in einem dem Concerto grosso ähnlichen Satz, in dem Solo-Violine und Solo-Sopran II (im heutigen Konzert durch Alt ersetzt) in subtiler Weise den Lobpreis des Textes deuten. Der Chorsatz "Gratias agimus tibi", als vierstimmiger motettischer Satz komponiert, basiert auf der Ratswechselkantate "Wir danken dir, Gott" (BWV 29). Der Lobpreischarakter wird hier durch die Erweiterung zur Siebenstimmigkeit durch den späteren Einsatz der Trompeten und Pauken unterstrichen.

Im Mittelpunkt der Sätze "Domine Deus", "Qui tollis peccata" und "Qui sedes" steht die Anruf des "Agnus Die" (Lamm Gottes). Das Duettt "Domine Deus" ist wie bereits das "Christe eleison" und das "Et in unum Dominum Jesum Christum" im Credo, von der musikalisch-symbolischen Darstellung von Gott Vater und Gott Sohn bestimmt. Die Solo-Flöte wird von den Violinen und Viola "con sordino" (mit Dämpfern) und von den Bässen "pizzicato" (gezupft) begleitet. Der zentrale Mittelsatz "Qui tollis" drückt die Bitte um Erbarmen durch den expressiven Charakter des Chores, der hier durch das Fehlen des Sopran 1 eine dunklere Klangfarbe erhält, und die Führung der beiden Flöten aus. Die Verhaltenheit des "Qui tollis" wirkt weiter in der folgenden Arie "Qui sedes". Solo-Alt und Oboe d'amore werden hier von den Streichern begleitet.

Die beiden den Gloria-Teil abschließenden Sätze "Quoniam tu solus sanctus" und "Cum sancto spiritu" bilden textlich und auch musikalisch eine Einheit. Die ganz ungewöhnlich instrumentierte Bass-Arie mit Corno da caccia (Jagdhorn), zwei obligaten Fagotten und Generalbass symbolisiert die göttliche Majestät Christi. Das Hornthema it durch seine Symmetrie (vorwärts und rückwärts gelesen ergibt sich dieselbe Tonfolge) und den Oktavsprung Sinnbild für die allumfassende Totalität Gottes. Das direkt anschließende "Cum sancto spiritu" entspricht dem einleitenden "Gloria in excelsis Deo", übertrifft dieses aber in der konzentrierten Nutzung aller Gruppen des Ensembles und in dem spielerischen Umgang mit kontrapunktischer Satztechnik.

Besonders ausgeprägt ist im "Symbolum Nicenum", dem Credo, die musikalische Gliederung nach architektonisch-symmetrischen Prinzipien. Das Zentrum bilden die drei Chorsätze, die sich auf Christus beziehen: "Et incarnatus est", "Crucifixus", "Et ressurexit". Dieses wird umgeben von zwei solistischen Sätzen, Dem Duett "Et in unum Dominum" und der Arie "Et in spiritum sanctum". Den Rahmen bilden jeweils ein Chorpaar, in dem auf einen quasi A-capella-Chorsatz ein Tuttichor folgt: ""Credo in unum Deum" - "Patrem omnipotentem" sowie "Confiteor" - "Et expecto". Eine wichtige Rolle spielt hier die Sieben als Symbol der göttlichen Vollkommenheit: siebenstimmiger Satz (fünf Vokalstimmen und zwei Violinen über einem Andante-Ostinatobass) im "Credo in unum Deum" über eine gregorianische Credo-Intonation. Die Menschwerdung Christi am Beginn des Mittelteiles wird unterstrichen durch abfallende Dreiklangfiguren der Violinen im "Et incarnatus". Mit diesen Figuren, welche den "Chiasmus" (Kreuzesfigur) enthalten, weist Bach bereits bei der Geburt Christi auf dessen Kreuzigung hin. Der zentrale Satz des Credo ist der Klagechor des "Crucifixus" mit der Chaconne, einer Folge von Variationen über das Thema des chromatisch absteigenden Lamento-Basses. Das daran unmittelbar anschließende "Et resurrexit" bildet mit der einleitenden Devise auf einem D-Dur Dreiklang und in voller Orchesterbesetzung den größtmöglichen Gegensatz. Hingewiesen sei noch auf das "et exspecto", in dem Bach in dichtester Folge von Modulationen den gesamten Quintenzirkel durchschreitet, um so die totale Verwandlung des Menschen durch die Auferstehung deutlich zu machen. Ebenso verfährt Johannes Brahms in seinem 1861/68 entstandenen "Deutschen Requiem" (op. 45) an der Textstele "Wir werden alle Verwandelt" im 6. Teil. Auf demselben Text (et expecto...) beendet Bach den Credo-Teil, in dem er den Jubel über die Auferstehung mit allen zur Verfügung stehenden Kräften ausbrechen lässt.

Die Symbolik im Sanctus lässt sich durch die Anspielung auf die Jesaja-Vision erklären. Es heißt dort: "Des Jahres, da der König Usia starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Stuhl und sein Saum füllte den Tempel. Seraphim standen über ihm, ein jeglicher hatte sechs Flügel. Mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie. Und einer rief zum andern und sprach: " Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, aller Lande sind seiner Ehre voll!" (Jesaja 6, Vers 1 - 4). Schon die Besetzung zeichnet dieses Bild nach, da sich sechs gleichwertige Klanggruppen ergeben: drei Trompeten, drei Oboen, drei Streicher (Violine 1 u. 2, Viola), sechsstimmiger Vokalchor, aufgeteilt in zwei dreistimmige Chöre, sowie Basso continuo. Dieser, zumeist mit dem Singbass zusammengeführt, verdient noch besondere Beachtung, da er zu den ersten Takten genau gleichzeitig mit den Trompeten, Pauken und Oboen sowie nit dem tieferen Halbchor sein erstes Dreimalheilig in Form von drei Oktavsprüngen auf dem Grundton D bringt; das ist wiederum nichts anderes als ein Bild der Totalität Gottes. Der Satz ist in zwei große Teile gegliedert. Der erste wiederholt in stetiger Triolenbewegung und im wechselseitigem Dialog zwischen hohen und tiefen Chorstimmen den ersten Textabschnitt, während der Vokal- und Instrumentalbass in Oktavsprüngen fortschreitet. Der zweite Teil schließt mit Taktwechsel die zweite Texthälfte ("Pleni sunt coeli") an: zunächst in einer A-cappella-Chorfuge, dann in breiter Tuttiverarbeitung des Fugenthemas.

Für die Wahl eines weltlichen Chorsatzes ("Preise dein Glücke, gesegnetes Sachsen", BWV 215) zur Umarbeitung für das "Osanna in excelsis" spielt die Tatsache, daß in der Barockzeit Herrscherlob und Gotteslob eng miteinander verbunden waren, eine wichtige Rolle. Mit ausschlaggebend war aber auch die Ähnlichkeit mit dem zweiten Thema im vorausgegangenen "Pleni sunt coeli", dessen Gestalt genau mit dem Thema des oben erwähnten weltlichen Chorsatzes entspricht. Durch seine Doppelchörigkeit (zwei vierstimmige Vokalchöre) mit voller Orchesterbesetzung ist das "Osanna" der vielstimmigste Satz der gesamten Messe. Nach der Klangentfaltung in diesem Satz ist das dreistimmige "Benedictus" (Tenor, Traversflöte und Generalbass) von meditativer Verhaltenheit bestimmt.

Die Alt-Arie "Agnus Dei", eine Parodie aus dem Himmelfahrtsoratorium (BWV 11), steht mit ihrem g-Moll außerhalb des Tonartenkreises der h-Moll-Messe. Die instrumentale Einleitung, in der der "Passus duriusculus" (harter Schritt) und der "saltus duriusculus (harter Sprung) häufig vorkommen, verweist auf das Kyrie und unterstreicht den flehenden Charakter dieses Satzes.

Mit dem abschließenden "Dona nobis pacem" greift Bach auf das "Gratias agimus tibi" im Gloria zurück, um damit die Einheit der ganzen Messe zu bestätigen. Als Abschluß dieses groß dimensionierten Werkes drückt dieser Satz mit voller Orchesterbesetzung gleichzeitig die Bitte um Frieden und die lobpreisende Verherrlichung Gottes aus.

Uli Kiefner














Photography by Josef-Stefan KindlerJoanne Lunn (Soprano)
studierte am Royal College of Music in London und gewann dort die renommierte Tagore Goldmedaille. Als Solistin konzertiert sie regelmäßig mit Ensembles wie den English Baroque Soloists, der Akademie of Ancient Music, dem Hilliard Ensemble, Philipp Herreweghes Collegium Vocale Gent, dem King's Consort oder dem Gabrieli Consort. Auch war sie u.a. oft gehörter Gast in der "Bach Cantata Pilgrimage" von John Eliot Gardiner und dem Monteverdi Choir. Ihr Operndebut gab Joanne Lunn an der English National Opera in Monteverdis "L'Incoronazione di Poppea" unter Harry Christophers. Sie sang in Venedig die Helena in Brittens "A Midsummer Night's Dream" unter John Eliot Gardiner und wirkte in Paris und Peking in Jonathan Millers Inszenierung von Monteverdis "Orfeo" unter der Leitung von Philip Pickett mit. Im Rahmen von oratorischen Partien von Bach, Händel und Haydn arbeitet sie mit Dirigenten wie Roger Norrington, Frieder Bernius, Mark Minkowski und Masaaki Suzuki und gastierte z.B. bei den Händelfestspielen in Göttingen und Halle, bei den Proms der BBC in London und den Salzburger Festspielen.

Photography by Josef-Stefan KindlerUrsula Eittinger (Mezzo-Soprano ~ Alto)
ist gebürtige Ingolstädterin und studierte Gesang in Detmold, wo sie ihre Ausbildung 1990 mit Auszeichnung abschloss. Im gleichen Jahr war sie Preisträgerin beim VDMK-Wettbewerb. Es folgten zahlreiche Konzertreisen, die die Solistin in bedeutende Konzertsäle wie die Royal Albert Hall London, das Palau de la Musica Barcelona, den Musikvereinssaal Wien, das Bregenzer Festspielhaus, die Philharmonien Berlin, Köln und München, die Tonhalle Zürich und die New Yorker Carnegie Hall führten. Als regelmäßiger Gast bei dem Festival für Alte Musik in Krakau, dem Schleswig-Holstein-Festival, den BBC-Proms in London, den Haydn-Festspielen in Eisenstadt und den Ludwigsburger Schlossfestspielen, konzertiert sie mit Frank Beermann, Julia Jones, Kwamé Ryan, Philippe Jordan, Thomas Hengelbrock, Peter Neumann, Konrad Junghänel, Trevor Pinnock etc. Opernpartien sang sie an der Dresdner Semperoper, der Hamburger Staatsoper und an anderen namhaften Opernhäusern, z.B. in Basel, Bregenz, Kiel und Dortmund.

Photography by Josef-Stefan KindlererMarcus Ullmann (Tenor)
studierte an der Musikhochschule Dresden bei Hartmut Zabel und Margret Trappe-Wiel, später in Berlin bei Dietrich Fischer-Dieskau und in Karlsruhe bei Marga Schiml. Nach seinem Studium führten ihn Gastengagements an das Staatstheater Mainz, die Semperoper Dresden, das Teatro la Fenice, das Teatro dell' opera di Roma, das Teatro Comunale Firenze und an die Oper in Los Angeles, wo er große Erfolge mit verschiedenen Mozartpartien, Haydns "Schöpfung" und "Jahreszeiten", sowie Bachs "Johannespassion" und "h-moll Messe" feierte. Neben Aufführungen mit dem Dresdner Kreuzchor, dem Windsbacher Knabenchor und dem Thomanerchor Leipzig ist Ulmann als Solist unter Dirigenten wie Frieder Bernius, Marcus Creed, Enoch zu Guttenberg, Martin Haselböck, Helmuth Rilling oder Peter Schreier zu hören und gibt Liederabende. So musizierte er mit namhaften Pianisten u.a. in der Wigmore Hall London, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Opernhaus Kairo und in Tokyo.

Photography by Josef-Stefan KindlerGotthold Schwarz (Bass ~ Baritone)
absolvierte seine Ausbildung an der Kirchenmusikschule Dresden und an der Hochschule für Musik in Leipzig. Er studierte Gesang bei Gerda Schriever, Orgel bei Hannes Kästner und Wolfgang Schetelich, Dirigieren bei Max Pommer und Hans-Joachim Rotzsch. Im Rahmen weiterer Studien sowie in Meisterkursen und bei Akademien arbeitete er mit Hermann Christian Polster, Peter Schreier, Helmuth Rilling u.a. Umfangreiche Konzerttätigkeit führten Gotthold Schwarz in die bedeutenden Musikzentren Europas und in die USA, wo er u. a. Interpretationskurse zu Werken Bachs gab. Regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Künstlern und Ensembles wie Frieder Bernius, Peter Schreier, Michael Schneider, Martin Haselböck, Philipp Herreweghe, John Eliot Gardiner, Christophe Coin, Gustav Leonhardt, Il giardino armonico (Milano), dem Thomanerchor Leipzig, dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Dresdner Kreuzchor. Neben der Konzert- und Opernliteratur widmet er sich dem Liedgesang, mit einem durch zahlreiche CD- und Rundfunkproduktionen dokumentierten umfassenden Repertoire vom Barock bis zur Moderne.

Maulbronner Kammerchor
Der 1983 gegründete Maulbronner Kammerchor zählt heute zu den renommierten europäischen Kammerchören. Zahlreiche Auszeichnungen, wie erste Plätze bei den Baden-Württembergischen Chorwettbewerben 1989 und 1997, ein zweiter Platz beim Deutschen Chorwettbewerb 1990, der Sieg beim Deutschen Chorwettbewerb 1998 oder der zweite Platz beim Internationalen Kammerchorwettbewerb Marktoberdorf 2008 belegen das außerordentliche künstlerische Niveau des Ensembles, das im Schwerpunkt a cappella konzertiert. Neben Konzerten im deutschsprachigen Raum trafen die Debüt-Tournee durch die USA 1983 mit Konzerten u.a. in New York und Indianapolis, wie auch die Konzertreisen durch mehrere europäische Länder, Israel und Argentinien (1993, 1997, 2003), Südafrika und Namibia (2001, 2007) bei Publikum und Musikjournalisten gleichermaßen auf begeisterte Resonanz.

Photography by Josef-Stefan Kindler

Hannoversche Hofkapelle
Die Hannoversche Hofkapelle unter ihrer Konzertmeisterin Anne Röhrig steht ganz in der Tradition der historischen Hofkapellen und tritt sowohl in kammermusikalischer als auch in sinfonischer Besetzung auf. Es prägt den Klang des Ensembles, dass seine Mitglieder auch in anderen Formationen der europäischen Barockszene mitwirken und historische Musikpraxis als ein Mittel der Aktualität begreifen. Das Repertoire der Hannoverschen Hofkapelle schliesst nicht nur die Barockmusik in ihrer gesamten Bandbreite ein, sondern auch Werke der Klassik, insbesondere die Opern Mozarts, und der Romantik. Die ständige Auseinandersetzung mit der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts lässt jeden Musiker der Hofkapelle zu einem Meister seines Instrumentes werden. So entsteht das expressive und elegante Spiel, mit dem sich die Hannoversche Hofkapelle ihren Rang sichert. Seit 2006 ist die Hannoversche Hofkapelle "orchestra in residence" der Festwochen Herrenhausen.


Photography by Josef-Stefan KindlerJürgen Budday (Dirigent)
ist Gründer und künstlerischer Leiter des Maulbronner Kammerchores. An der Musikhochschule Stuttgart studierte er von 1967 bis 1974 Kirchenmusik und Musikwissenschaft. Seit 1979 ist Jürgen Budday am Evangelisch-theologischen Seminar Maulbronn tätig. Damit übernahm er gleichzeitig die künstlerische Leitung der Maulbronner Klosterkonzerte sowie der Kantorei Maulbronn. 1992 folgte die Ernennung zum Studiendirektor und 1995 zum Kirchenmusikdirektor. 1998 wurde Jürgen Budday für seine musikpädagogische Arbeit das "Bundesverdienstkreuz am Bande" und der Bruno-Frey-Preis der Landesakademie Ochsenhausen verliehen. Neben weiteren Auszeichnungen, wie dem Dirigentenpreis bei den Internationalen Chortagen in Prag, ist er seit 2002 Vorsitzender des Beirats Chor beim Deutschen Musikrat. Internationale Beachtung und höchstes Kritikerlob fanden die auf CD dokumentierten Aufführungen der Oratorien von G.F. Händel. Seine Diskographie umfasst neben Messen und zahlreichen Chorwerken bis dato 9 Händel-Oratorien unter der Mitwirkung von Solisten wie Emma Kirkby, Michael Chance, Nancy Argenta, Mark Le Brocq u.v.a.m.

"Außer Robert King und Peter Neumann mit seinem Kölner Kammerchor hat wohl kein Dirigent und hat kein Chor so konsequent und so viele Händel-Oratorien aufgenommen wie Jürgen Budday mit seinem Maulbronner Kammerchor."
(Dr. Karl Georg Berg, Händelgesellschaft zu Halle 2008)














Hannoversche Hofkapelle

Konzertmeisterin ~ Anne Röhrig

Violinen ~ Klaus Bona, Susanne Busch, Stephanie Bücker, Susanne Dietz,
Birgit Fischer, Marlene Goede-Uter, Christoph Heidemann, Eva Politt
Violen ~ Klaus Bundies, Hella Hartmann, Bettina Ihrig
Violoncelli ~ Dorothee Palm, Daniela Wartenberg
Violone ~ Cordula Cordes · Kontrabass ~ Ulla Hoffmann
Orgel ~ Bernward Lohr · Flöten ~ Brian Berryman, Martin Heidecker
Oboen ~ Annette Berryman, Julia Belitz
Fagotte ~ Alexander Golde, Tobias Meier · Horn ~ Wilhelm Bruns
Trompeten ~ Friedemann Immer, Christoph Draeger, Thomas Kiess
Pauken ~ Frithjof Koch


Maulbronner Kammerchor

Soprano I ~ Henriette Autenrieth, Teresa Frick, Ute Gerteis, Elisabeth Hofmann-Ehret,
Larissa Just, Cordula Modrack, Anne Nonnenmann, Simone Obermeyer, Birgit Petkau,
Katharina Probst, Irene Vorreiter

Soprano II ~ Katharina Autenrieth, Katharina Bihlmaier, Hannah Glocker, Dorothea Gölz-Most,
Heike Hoffmann-Straub, Ilka Hüftle, Stefanie Kother, Susanne Laenger, Heidi Lenk,
Veronika Miehlich, Sabine Stöffler

Alto ~ Carmen Andruschkewitsch, Beata Fechau, Roswitha Fydrich-Steiner, Kathrin Gölz,
Barbara Hirsch, Marianne Kodweiß, Hella Pilz, Margret Sanwald, Renate Secker,
Angelika Stössel, Bettina van der Ham, Almut Wien, Evelyn Witte

Tenor ~ Johannes Budday, Andreas Gerteis, Johannes Heieck, Ulrich Kiefner, Hartmut Meier,
Mathias Michel, Konrad Mohl, Rolf-Rüdiger Most, Bernd Reichenecker, Jonathan Wahl

Bass ~ Ingo Andruschkewitsch, Karl Bihlmaier, Jo Dohse, Bernhard Fräulin, Daniel Fritsch,
Hans Gölz-Eisinger, Benjamin Hartmann, Rainer Hirsch-Luipold, Matthias Leeflang,
Eberhard Maier, Peter Nagel, Werner Pfeiffer, Felix Seibert, Conrad Schmitz, Can Schnigula

















CD I

I. MISSA

KYRIE

1. Coro
Kyrie eleison.

2. Duetto (Soprano & Alto)
Christe eleison

3. Coro
Kyrie eleison.

GLORIA

4. Coro
Gloria in excelsis Deo.

5. Coro
Et in terra pax
hominibus bonae voluntatis.

6. Aria (Soprano)
Laudamus te, benedicimus te,
adoramus te, glorificamus te.

7. Coro
Gratias agimus tibi
propter magnam gloriam tuam.

8. Duetto (Soprano & Tenore)
Domine Deus, rex coelestis,
Deus Pater omnipotens,
Domine Fili unigenite,
Jesu Christe altissime.
Domine Deus, Agnus Dei, Filius Patris.

9. Coro
Qui tollis
peccata mundi,
suscipe deprecationem
nostram.

10. Aria (Alto)
Qui sedes ad dextram Patris,
miserere nobis.


11. Aria (Basso)
Quoniam tu solus Sanctus,
tu solus Dominus, tu solus Altissimus,
Jesu Christe.

12. Coro
Cum Sancto Spiritu
in gloria Dei Patris.
Amen.

CD I

I. MISSA

KYRIE

1. Chor
Herr, erbarme dich unser.

2. Duett (Sopran & Mezzosopran)
Christus, erbarme dich unser.

3. Chor
Herr, erbarme dich unser.

GLORIA

4. Chor
Ehre sei Gott in der Höhe.

5. Chor
Und auf Erden Friede den Menschen,
die guten Willens sind.

6. Arie (Sopran)
Wir loben dich, wir preisen dich,
wir beten dich an, wir verherrlichen dich.

7. Chor
Wir sagen dir Dank
ob deiner großen Herrlichkeit.

8. Duett (Sopran & Tenor)
Herr und Gott, König des Himmels,
Gott, allmächtiger Vater!
Herr Jesus Christus,
eingeborener Sohn, Höchster!
Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters!

9. Chor
Du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
erbarme dich unser.
Du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
nimm unser Flehen gnädig auf.

10. Arie (Alt)
Du sitzest zur Rechten des Vaters,
erbarme dich unser.


11. Arie (Bass)
Denn du allein bist der Heilige,
du allein der Herr, du allein der Höchste,
Jesus Christus.

12. Chor
Mit dem Heiligen Geiste,
in der Herrlichkeit Gottes des Vaters.
Amen.

CD I

I. MISSA

KYRIE

1. Chorus
Lord, have mercy upon us.

2. Duet (Soprano & Mezzo-Soprano)
Christ, have mercy upon us.

3. Chorus
Lord, have mercy upon us.

GLORIA

4. Chorus
Glory be to God on high.

5. Chorus
And on earth peace
to men of good will.

6. Aria (Soprano)
We praise thee, we bless thee,
we worship thee, we glorify thee.

7. Chorus
We thank thee
for thy great glory.

8. Duet (Soprano & Tenor)
Lord God, heavenly King, Father Almighty.
O Lord, the only begotten Son,
Jesus Christ Highest,
Lord God, Lamb of God,
son of the Father.

9. Chorus
Thou who takest away the sins of the world,
have mercy upon us.
Thou who takest away the sins of the world,
receive our prayer.

10. Aria (Alto)
Thou that sittest at the right hand
of God the Father,
have mercy upon us.

11. Aria (Bass)
For thou only art holy,
thou only art the Lord, thou only,
Christ, art most high.

12. Chorus
With the Holy Ghost
in the glory of God the Father.
Amen.














CD II

II. CREDO (SYMBOLUM NICENUM)

1. Coro
Credo in unum Deum.

2. Coro
Credo in unum Deum,
Patrem omnipotentem,
factorem coeli et terrae,
visibilium omnium et invisibilium.

3. Duetto (Soprano & Alto)
Et in unum Dominum, Jesum Christum,
Filium Dei unigenitum
et ex Patre natum ante omnia saecula.
Deum de Deo, lumen de lumine,
Deum verum de Deo vero,
genitum, non factum,
consubstantialem Patri,
per quem omnia facta sunt.
Qui propter nos homines et propter nostram
salutem descendit de coelis.

4. Coro
Et incarnatus est
de Spiritu Sancto ex Maria virgine
et homo factus est.

5. Coro
Crucifixus etiam pro nobis
sub Pontio Pilato,
passus et sepultus est.

6. Coro
Et resurrexit tertia die
secundum scripturas.
Et ascendit in coelum,
sedet ad dexteram
Dei patris, et iterum venturus est
cum gloria iudicare vivos et mortuos,
cujus regni non erit finis.

7. Aria (Basso)
Et in Spiritum Sanctum,
Dominum et vivificantem,
qui ex Patre Filioque procedit;
qui cum Patre et Filio
simul adoratur et conglorificatur;
qui locutus est per Prophetas.
Et unam sanctam catholicam
et apostolicam ecclesiam.

8. Coro
Confiteor unum baptisma
in remissionem peccatorum.

9. Coro
Et exspecto resurrectionem mortuorum
et vitam venturi saeculi.
Amen.

III. SANCTUS

10. Coro
Sanctus, Sanctus, Sanctus
Dominus Deus Sabaoth.
Pleni sunt coeli
et terra gloria eius.

IV. OSANNA, BENEDICTUS, AGNUS DEI

11. Coro
Osanna in excelsis.

12. Aria (Tenore)
Benedictus, qui venit
in nomine Domini.

13. Coro (repetatur)
Osanna in excelsis.

AGNUS DEI

14. Aria (Alto)
Agnus Dei,
qui tollis peccata mundi,
miserere nobis.

15. Coro
Dona nobis pacem.

CD II

II. CREDO (SYMBOLUM NICENUM)

1. Chor
Ich glaube an den einen Gott.

2. Chor
Ich glaube an den einen Gott,
den allmächtigen Vater,
Schöpfer des Himmels und der Erde,
aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge.

3. Duett (Sopran & Alt)
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn.
Er ist aus dem Vater geboren vor aller Zeit.
Gott von Gott, Licht vom Lichte,
wahrer Gott vom wahren Gott.
Gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater,
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschenund unseres Heiles wegen
ist er vom Himmel herabgestiegen.

4. Chor
Er hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist aus Maria,
der Jungfrau, und ist Mensch geworden.

5. Chor
Gekreuzigt wurde er sogar für uns;
unter Pontius Pilatus hat er den Tod erlitten
und ist begraben worden.

6. Chor
Er ist auferstanden am dritten Tage,
gemäß der Schrift.
Er ist aufgefahren in den Himmel
und sitzet zur Rechten des Vaters.
Er wird wiederkommen in Herrlichkeit,
Gericht zu halten über Lebende und Tote,
und seines Reiches wird kein Ende sein.

7. Arie (Bass)
Und an den Heiligen Geist,
den Herrn und Lebensspender,
der vom Vater und vom Sohne ausgeht.
Er wird mit dem Vater und dem Sohne
zugleich angebetet und verherrlicht;
er hat gesprochen durch die Propheten.
Und an eine heilige allgemeine
und apostolische Kirche.

8. Chor
Ich bekenne die eine Taufe
zur Vergebung der Sünden.

9. Chor
Und ich erwarte die Auferstehung der Toten
und das Leben der zukünftigen Welt.
Amen.

III. SANCTUS

10. Chor
Heilig, Heilig, Heilig,
Herr, Gott der Heerscharen.
Himmel und Erde sind erfüllt
von seiner Herrlichkeit.

IV. OSANNA, BENEDICTUS, AGNUS DEI

11. Chor
Hosanna in der Höhe.

12. Arie (Tenor)
Hochgelobt sei, der da kommt
im Namen des Herrn.

13. Chor (da capo)
Hosanna in der Höhe.

AGNUS DEI

14. Arie (Alt)
Lamm Gottes,
du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
erbarme dich unser.

15. Chor
Gib uns den Frieden.

CD II

II. CREDO (SYMBOLUM NICENUM)

1. Chorus
I believe in one God.

2. Chorus
I believe in one God,
the Father Almighty,
maker of heaven and earth,
and of all things visible and invisible.

3 Duet (Soprano & Alto)
And in one Lord, Jesus Christ,
the only begotten Son of God,
begotten of his Father before all worlds,
God of God, light of light,
true God of true God,
begotten, not made,
being of one substance with the Father
by who all things were made:
who for us men and for our salvation
came down from heaven.

4. Chorus
And was incarnate
by the Holy Ghost of the Virgin Mary,
and was made man.

5. Chorus
And was crucified
also under Pontius Pilate, suffered,
and was buried.

6. Chorus
And the third day he rose again
according to the Scriptures,
and ascended into heaven,
and sitteth on the right hand of the Father:
and he shall come again with glory
to judge both the living and the dead;
whose kingdom shall have no end.

7. Aria (Bass)
And I believe in the Holy Ghost,
the Lord and Giver of Life,
who prodeedeth from the Father and the Son,
who with the Father and the Son
together is worshipped and glorified,
who spake by the Prophets.
And I believe in one holy Catholic
and Apostolic Church.

8. Chorus
I acknowledge baptism
for the remission of sins.

9. Chorus
And I look for the resurrection of the dead,
and the life of the world to come.
Amen.

III. SANCTUS

10. Chorus
Holy, holy, holy,
Lord God of hosts.
Heaven and earth
are full of Thy glory.

IV. OSANNA, BENEDICTUS, AGNUS DEI

11. Double Chorus
Glory be to Thee, O Lord most high.

12. Aria (Tenor)
Blessed is he, who cometh
in the name of the Lord.

13. Double Chorus
Glory be to Thee, O Lord most high.

AGNUS DEI

14. Aria (Alto)
O Lamb of God,
that takest away the sins of the world,
have mercy upon us.

15. Chorus
Grant us peace.