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Wolfgang Amadeus Mozart
Piano Concertos IV
Klavierkonzert Nr. 6 in B-Dur, KV 238
Klavierkonzert Nr. 25 in C-Dur, KV 503

Franz Vorraber ~ Klavier
Leipziger Kammerorchester
Künstlerische Leitung: Morten Schuldt-Jensen

Ein Konzertmitschnitt aus der Basilika
des UNESCO-Kulturdenkmals Kloster Maulbronn
vom 2. Juli 2006

1 CD, DDD, 53 Minuten, EUR 22,-
KuK 28, ISBN 978-3-930643-28-8
, EAN 42 6000591 043 8
Copyright by K&K Verlagsanstalt anno 2006










"Wenn ich Klavier spiele,
verdämmert das Sichtbare,
und vor mir entsteht eine unerklärbare
faszinierende Welt von Tönen,
deren vielfältige Ausdruckskraft
ich vermitteln darf."

Franz Vorraber










Liebenswert ist er, der Franz - ein netter Mensch mit wundervollem österreichischem Charme und Esprit. Wie sagte er im Gespräch mit uns nach dem Konzert: "Mozart in der Akustik der Klosterkirche ist für mich als Künstler ein einmaliges Erlebnis und nicht vergleichbar mit irgendwelchen Konzertsälen, sei es die Philharmonie in Köln oder das Gewandhaus in Leipzig". Entsprechend spritzig, fliessend und elegant ist daher auch Vorrabers Spiel, seine Mozartinterpretationen sind geprägt von enormer Leidenschaftlichkeit und einem beglückenden Spannungsreichtum, ohne dass auch nur einen Moment der glasklare, perlende Klavierklang verloren geht.

De facto sind für mich die in dieser Aufnahme dokumentierten Klavierkonzerte die schönsten - die meineserachtens Mozarts Art & Weise am ehesten gerecht werdenden - Interpretationen unserer kleinen Klavierkonzertreihe innerhalb der Edition.

Josef-Stefan Kindler












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Das B-Dur Klavierkonzert schrieb Mozart im Alter von zwanzig Jahren; offensichtlich war es zum eigenen Gebrauch gedacht. Es gehört zu den sechs Salzburger Konzerten, die Mozart zu einer Zeit komponierte, als er noch im Dienst des Fürsterzbischofes von Salzburg stand und zeichnet sich durch eine weit individuellere Ausdrucksweise aus, durch einen fast sinfonischen Atem und die Verschmelzung von musikalischem Witz und Pathos.

Unter den Konzerten ist das C-Dur Klavierkonzert am ehesten mit der "Jupiter"-Sinfonie zu vergleichen. Denn von den 27 Konzerten die der Meister für Klavier und Orchester komponierte ist das C-Dur-Konzert KV 503 eines der längsten und symphonischsten. Es ist das letzte der 12 sogenannten Wiener Konzerte, die Mozart, angefangen mit dem Es-Dur-Konzert KV 449, in einem schier unmenschlichen Schaffensdrang von nur zwei Jahren komponierte. Vollendet wurde die Partitur am 6. Dezember 1798, im gleichen Winter stellte Mozart sein Konzert bei Aufführungen in Wien und Prag dem Publikum vor. Das Konzert entstand im historischen Umfeld der Türkenkriege und vorrevolutionären Unruhen in Frankreich. In diesem Zusammenhang ist auf ein Thema im letzten Satz zu verweisen, welches das Anfangsmotiv der Marseillaise vorwegnimmt.











Bei seinem ersten Auftritt in Maulbronn zur Saisoneröffnung 2004 wurde der junge österreichische Pianist Franz Vorraber mit Bravos und "standing ovations" gefeiert. Zu Recht - seine Mozartinterpretationen sind geprägt von enormer Leidenschaftlichkeit und einem beglückenden Spannungsreichtum, ohne dass auch nur einen Moment der glasklare, perlende Klavierklang verloren geht.

Franz Vorraber konzertiert inzwischen in fast allen europäischen Ländern und in den USA und gab Klavierabende in den bedeutendsten Städten Japans. Als Solist spielte er bei zahlreichen renommierten Festivals wie dem Klavierfestival Ruhr, dem Schleswig Holstein Musikfestival, dem Mozartfest Würzburg, dem Wiener Musiksommer und den Europäischen Wochen Passau.

Das Leipziger Kammerorchester, bestehend aus Mitgliedern des Gewandhausorchesters, kann auf eine 25-jährige Geschichte zurückblicken. Seit 2000 wird es von Morten Schuldt-Jensen geleitet.

2004 wurde die Einspielung von Mozarts c-Moll Klavierkonzert mit Franz Vorraber und dem Leipziger Kammerorchester vom Magazin Rondo und von der Musikzeitschrift pizzicato als Referenzaufnahme bezeichnet. Die Überschrift im Magazin Rondo lautete: "Eine Mozart'sche Glücksstunde!"










Das Klavier und die große Kirchenorgel faszinieren den im österreichischen Graz geborenen Pianisten Franz Vorraber seit frühester Kindheit. Siebenjährig spielt er bereits die Orgel in der Kirche - im Stehen, da seine Kinderbeine kaum das Pedal erreichen. Mit 13 Jahren wird er in die Klavierklasse für außerordentliche Talente der Musikhochschule in Graz aufgenommen. Daneben lernt er noch Violine. Die Wiener Schule in der Tradition von Bruno Seidlhofer und die alte deutsche Schule, die er bei Joachim Volkmann kennenlernt, prägen sein Studium. Für seine pianistischen Leistungen erhält er unter anderem Preise des österreichischen Bundesministeriums für Kunst, der Klavierfirma Bösendorfer in Wien, den Joachim Erhard Preis, den Preis der Stadt Graz. Seine Studien in Graz und Frankfurt beendet er mit höchster einstimmiger Auszeichnung. Sein größtes Projekt war die erstmalige zyklische Aufführung des gesamten Klavierwerkes von Robert Schumann an insgesamt zwölf Abenden in verschiedenen Städten in Europa und Japan. Mehrfach würdigt ihn Presse und Publikum als einen der bedeutendsten Schumann Interpreten unserer Zeit. Für die Gesamtaufnahme des Klavierwerkes von Robert Schumann auf 13 CD‘s erhielt er 2006 den Pasticcio Preis des österreichischen Rundfunks. Trotz aller Preise sind für Franz Vorraber im Konzert andere Kriterien entscheidend. Seine enorme Aussagekraft als Musiker und seine Fähigkeit den geistigen Kern der Musik freizulegen fasziniert das Publikum. Er entläßt seine Zuhörer innerlich bewegt. Nach seinem Debüt mit 19 Jahren in Tokyo erhielt er Einladungen von fast allen europäischen Ländern, sowie in die USA und nach Japan, wo er auch master classes gibt. Weitere Informationen und Projekte unter www.vorraber.com.

Morten Schuldt-Jensen (geb. 1958) studierte Chor- und Orchesterdirigieren sowie Gesang und Gesangspädagogik an der Königlich Dänischen Musikakademie Kopenhagen und erhielt an der Universität Kopenhagen den "Master" in Musikwissenschaft. Neben Auftritten mit zahlreichen internationalen Orchestern ist er seit 2000 Dirigent und künstlerischer Leiter des Leipziger Kammerorchesters, Chordirektor am Gewandhaus zu Leipzig sowie seit 2006 Professor an der Musikhochschule in Freiburg. Internetseite: www.musarc.de/msj.htm

In mehr als einem Vierteljahrhundert hat sich das Leipziger Kammerorchester durch seine vielseitige Programmkonzeptionen einen internationalen Ruf erworben. Das Repertoire umfasst über drei Jahrhunderte europäischer und internationaler Musikentwicklung. Seit seiner Gründung konzertiert das Leipziger Kammerorchester regelmäßig in den verschiedenen Gewandhauskonzertreihen, spielte in vielen Musikzentren der Bundesrepublik und war Gast bei einer großen Zahl von internationalen Musikfestivals. Konzertreisen führten es außerdem in fast alle europäischen Länder sowie mehrere Male nach Japan, Korea und in die USA. Internetseite: www.musarc.de/lko.htm










Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 6 in B-Dur, KV 238
Piano Concerto No. 6 in B flat major, KV 238

1. Allegro aperto
2. Andante un poco Adagio
3. Rondeau - Allegro


Konzert für Klavier und Orchester Nr. 25 in C-Dur, KV 503
Piano Concerto No. 25 in C major, KV 503

4. Allegro maestoso
5. Andante
6. Allegretto

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 6 in B-Dur, KV 238

Das vorliegende Klavierkonzert gehört zu den sogenannten sechs Salzburger Konzerten, die Mozart zu einer Zeit komponierte, als er noch im Dienst des Fürsterzbischofes von Salzburg stand.

Das B-Dur Klavierkonzert schrieb Mozart im Alter von zwanzig Jahren; offensichtlich war es zum eigenen Gebrauch gedacht. Es zeichnet sich durch eine weit individuellere Ausdrucksweise aus, durch einen fast sinfonischen Atem und die Verschmelzung von musikalischem Witz und Pathos.

Nur das Finale von KV 238 gemahnt an die vordem entstandenen galanten Konzerte. In den beiden anderen Sätzen weisen rhythmische Vitalität und zärtliche Empfindung oft auf die fünf Violinkonzerte, die Mozart nach seinem ersten Klavierkonzert komponiert hat.

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 25 in C-Dur, KV 503

Unter den Konzerten ist dieses Werk am ehesten mit der „Jupiter“-Sinfonie zu vergleichen und wie diese ist es wirklich das letzte- zumindest Mozarts ursprünglicher Absicht nach.

Jeder ausführliche Kommentar über den ersten Satz des Konzertes KV 491 ist auf denselben des Konzertes KV 503 anwendbar trotz der Tatsache, dass uns die „appollinische“ Tonart und Grundstimmung mehr die Trompeten und Pauken , den kontrastierenden Gesang dieses oder jenes Holzblasinstrumentes und- ein wichtiger Punkt-das Fehlen der Klarinetten gewahr werden lassen.

Nicht weniger als fünf Themen werden im Eröffnungs-Tutti eingeführt.; aber das einigende Element ist der Rhythmus, der Anfang zweier Themen: die „auftaktige“ Repetition dreier Achtelnoten , so wie sie Beethoven im Einleitungssatz seiner 5.Sinfonie verwendet hat. Beim ersten Hören gibt uns dieser Rhythmus nur einen kurzen „ Anhaltspunkt“, dann leitet er einen kleinen Marsch ein, zuerst in Moll, dann in Dur mit prächtigem Wechsel der Instrumentation. Derselbe Rhythmus bildet das zusammenfassende Hauptmotiv des ganzen Satzes, der beides zugleich ist, weit ausladend und dicht.

Wie der langsame Satz der Jupiter-Sinfonie wirkt das herrliche Andante kaum unmittelbar anziehend, denn seine strukturelle Mannigfaltigkeit vereinheitlicht die Rhythmen der thematischen Gruppen sehr leicht und erschwert ihre Unterscheidung. Es handelt sich hier um eine zweiteilige Sonatenform mit kurzer Überleitung anstelle einer vollen Durchführung in der Mitte. Dieser zweite Satz bildet keinen strengen Kontrast zum „sinfonischen“ ersten Satz wie in KV 491, ist er doch der am strengsten sinfonische aller drei. Wieder einmal bedingt die Konzeption die Instrumentation. Jedes Instrument gliedert sich dem Orchester ein. Allein tritt es kaum hervor.

Die Turbulenz des Rondo wird dadurch gemildert, dass es ein Konzert beschliesst, das mit so majestätischen Klängen begonnen hat. Das Zeitmass des Finales ist nicht viel schneller als das einer Gavotte, und die Harmonik schließt häufiger und länger einen Orgelpunkt ein als in irgendeinem anderen Mozart-Rondo. Wir mögen uns wundern, dass er kein „Sonaten-Rondo“ mit großen kontrapunktischen Abschnitten wie in dem F-Dur Konzert KV 459 schreibt, doch gibt der hier gewählte Entwurf genügend Spielraum für eine abwechslungsreiche Instrumentation, die die vorausgehenden Sätze nicht aufwiesen.

















In frühester Kindheit entdeckt der in Graz geborene österreichische Pianist Franz Vorraber seine Liebe zur Musik. Das Klavier und die große Kirchenorgel faszinieren ihn. Siebenjährig spielt er bereits die Orgel in der Kirche - im Stehen, da seine Kinderbeine kaum das Pedal erreichen. Aufgrund seiner Fähigkeiten wird Franz Vorraber mit 13 Jahren in die Klavierklasse für außerordentliche Talente in der Musikhochschule in Graz aufgenommen. Daneben lernt er noch Violine. Die Wiener Schule in der Tradition von Bruno Seidlhofer und die alte deutsche Schule, die er bei Joachim Volkmann, einem Schüler Wilhelm Kempffs kennenlernt, prägen sein Studium. Für seine pianistischen Leistungen erhält er unter anderem Preise des österreichischen Bundesministeriums für Kunst, der Klavierfirma Bösendorfer in Wien, den Joachim Erhard Preis, den Preis der Stadt Graz.Seine Studien in Graz und Frankfurt beendet er mit höchster einstimmiger Auszeichnung.

Sein größtes Projekt war die erstmalige zyklische Aufführung des gesamten Klavierwerkes von Robert Schumann an insgesamt zwölf Abenden in verschiedenen Städten in Europa und Japan u.a. in Frankfurt und in München. Mehrfach würdigt ihn Presse und Publikum als einen der bedeutendsten Schumann Interpreten unserer Zeit. Zahlreiche Schumann Sendungen wurden zum Schumannjahr 2006 mit Franz Vorraber produziert u.a. vom MDR, Radio Stephansdom/Wien, ORF u.a.

Viele Rundfunk- und Fernsehaufnahmen in Europa, in den USA, in Japan dokumentieren seine Arbeit. Das 3.Klavierkonzert von Rachmaninoff und das Fuchs Klavierkonzert wurden vom österreichen Rundfunk, Mozart Klavierkonzerte und Solowerke vom MDR, mehrere Mozartkonzerte vom Deutschlandradio, das Schumann Konzert in Estland, ein Mozart Klavierkonzert vom dänischen Rundfunk mitgeschnitten. In den USA wurde ein Fernehporträt mit Franz Vorraber produziert.

CD Aufnahmen für Thorofon, cpo, Danacord, u.a. dokumentieren seine Arbeit. Die Gesamtaufnahme des Klavierwerkes von Robert Schumann für Thorofon auf 13 CD's erhielt 2006 den Pasticcio Preis des österreichischen Rudfunks. Als einer der ersten Musiker machte er Aufnahmen in der neuen DVD - Audio Technik für Pioneer und Geneon. Seine DVD-Audio "Wiener Abend" erhielt den japanischen Schallplattenpreis. Die CD mit dem c-Moll Mozart Klavierkonzert aus dem Gewandhaus wurde von Rondo, Fono Forum und pizzicato als einer der besten Einspielungen bewertet.

Trotz aller Preise sind für Franz Vorraber im Konzert andere Kriterien entscheidend. Seine enorme Aussagekraft als Musiker und seine Fähigkeit den geistigen Kern der Musik freizulegen fasziniert das Publikum. Er entläßt seine Zuhörer innerlich bewegt. Nach seinem Debüt mit 19 Jahren in Tokyo erhielt er Einladungen von fast allen europäischen Ländern, sowie in die USA und nach Japan. Er konzertierte u.a. in der Alten Oper Frankfurt, Gasteig München, Gewandhaus Leipzig, Konzerthaus Wien, Bunka Kaikan Tokyo, am Tivoli Kopenhagen, Royal Insurance Hall Manchester, Stefaniensaal Graz, Sociedad Filharmónica de Bilbao, Symphony Hall Niigata, Palais Rohan Strasbourg u.a. bei folgenden Festivals: Schleswig-Holstein Festival, Klavierfestival Ruhr, Europäische Wochen Passau, Frankfurt Feste, Schubertiade Regensburg, Wiener Musiksommer, Santander, Musikfestival Tokyo, Mozartfest Würzburg, Choriner Musiksommer, Hohenloher Musiksommer, Bebersee Festival, Klavierfestival Schloß Husum.

Als Solist spielte er u.a. mit folgenden Orchestern: Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz, Orchestre Phiharmonique du Luxembourg, Leipziger Kammerorchester, Brucknerorchester, Robert Schumann Philharmonie, Westdeutsche Sinfonia, Südwestdeutsches Kammerorchester, Grazer Sinfonisches Orchester, Anhaltische Philharmonie, Philharmonisches Orchester Regensburg, Philharmonisches Orchester Würzburg, Bergische Symphoniker u.a. in Zusammenarbeit mit folgenden Dirigenten: Dennis Russell Davies, Morten Schuldt-Jensen, Marcus Bosch, Daniel Klajner, Alun Francis, Golo Berg, Peter Schrottner, Dirk Joeres, Hilary Griffiths, Marcello Bufalini, Vladislav Czarnecki, u.a.

Franz Vorraber gab master classes in den USA und in Japan.

Weitere Informationen und aktuelle Termine unter www.vorraber.com